Literatur bewahren! Hermynia Zur Mühlen

Mit “Hermynia Zur Mühlen: Werke“ erscheint im Mai 2019 die inzwischen zehnte Edition in der Reihe der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Wüstenrot Stiftung unter dem Reihentitel »Bibliothek Wüstenrot Stiftung. Autorinnen des 20. Jahrhunderts«.

Aristokratin, Kommunistin, Katholikin. Unbeugsame Nazigegnerin der ersten Stunde und Exilantin. Eine Frau wie sonst keine und ein imponierendes Werk. Die rote Gräfin Hermynia Zur Mühlen – faszinierend und wiederzuentdecken.

Hermynia Zur Mühlen wurde 1883 in Wien als Gräfin Folliot de Crenneville geboren und starb 1951 im englischen Exil. Kein Grabstein erinnert an sie. Geschätzt von Joseph Roth und Karl Kraus, war sie eine Ausnahmeerscheinung der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Sie hat mit ihren proletarischen Märchen ein eigenes Genre erfunden, illustriert von George Grosz und John Heartfield, den bedeutendsten Grafikern ihrer Epoche. Darüber hinaus war sie eine politische Erzählerin und Publizistin von Rang.
Diese von Ulrich Weinzierl betreute und mit einem Essay von Felicitas Hoppe eingeleitete Edition präsentiert Vergessenes, Unbekanntes, Verdrängtes: Romane, Erinnerungsprosa, politische Erzählungen, Feuilletons. Die Wiederentdeckung einer großartigen Erzählerin und einer kämpferischen Frau.

Buchpräsentation

Die Ausgabe wurde auf einer Lesereise von Felicitas Hoppe und Ulrich Weinzierl der Öffentlichkeit vorgestellt. Stationen waren das Literaturhaus Stuttgart, das Burgtheater in Wien und die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt. Lebendig wurde das Werk dabei durch den Vortrag von Anna Thalbach und Christiane von Poelnitz.