Solarthermie – Baustein der Energiewende

Im Zuge der Energiewende in Deutschland strebt die Bundesregierung mit Ihrem Energiekonzept eine Reduktion des Primärenergiebedarfs im Gebäudebereich um 80 % bis zum Jahr 2050 an, um so einen klimaneutralen Gebäudebestand zu etablieren. Für dieses Ziel soll die energetische Sanierungsrate verdoppelt werden.
Im Rahmen eines Forschungsprojekts der Wüstenrot Stiftung und der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. wird die Solarthermie als ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung diese Ziels – hier in Bezug auf Einfamilienhäuser – eingehend untersucht. Die beteiligten Wissenschaftler beschäftigen sich mit der Technik, den Potenzialen, der Wirtschaftlichkeit und der Ökobilanz solarthermischer Systeme in Einfamilienhäusern. Als Ergebnis des Forschungsprojekts soll aufgezeigt werden, wie deren Endenergieverbrauch – lokal differenziert – signifikant und gleichzeitig ökologisch durch Solarthermie gedeckt werden kann.

Interessierte Bürger/innen und politische Entscheidungsträger informiert die Publikation der Ergebnisse über effiziente Solarthermie-Anlagen und deren Potenziale. Solarthermie kann als Schlüsseltechnologie zur Energiewende einen Beitrag zur Bereitstellung dezentraler Wärme in Einfamilienhäusern leisten. Die Publikation informiert auch darüber, welche Maßnahmen erforderlich sind, um beim Gebäudebestand deutliche Effizienzsteigerungen zu erreichen. Welchen Anteil die Solarthermie aus technischer Sicht zur Energiewende beitragen kann, wird mit dem Abschluss des Projekts im Jahr 2014 feststehen. Wie hoch der tatsächliche Anteil der realisierten Solarthermie-Anlagen bis zum Jahr 2050 sein wird, hängt letztlich vom gesellschaftlichen und politischen Willen ab, die ermittelten Potenziale dann auch wirklich zu heben.

(Abbildung © Wüstenrot Stiftung)

Projektlaufzeit:2010 – 2014
Projektbeteiligte:Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V.: Dr. Roger Corradini, Prof. Dr. Wolfgang Mauch, Manuel Sutter, Prof. Dr. Ulrich Wagner (Kooperationspartner)