Stadt und Land: Einführung

Foto: Thomas Wolf © Wüstenrot Stiftung

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Deutschland ist ein urbanes Land mit einem hohen Grad der Verstädterung, einem weitreichenden Strukturwandel in der Landwirtschaft und einer starken Konzentration von Wachstum und Wertschöpfung in den großen Zentren und Agglomerationen.

Das dynamische Wachstum der prosperierenden Städte ist ein wichtiger Impulsgeber und Motor für die Entwicklung des ganzen Landes, und meistens profitieren ganze Räume und Regionen davon. In den Städten ergeben sich aus dieser Dynamik häufig auch neue Aufgaben, die es anzunehmen gilt: die Schaffung von ausreichendem Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen, die Gestaltung des Wachstums auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit, die Integration unterschiedlicher Bedürfnisse und Interessen in Entwürfen und Orientierungen für die Zukunft, in denen sich möglichst alle Menschen finden können.

In Regionen, die nicht von weiterem Wachstum profitieren können, sondern stattdessen mit wirtchaftsstrukturellen Veränderungen und Problemen sowie einer rückläufigen Bevölkerungszahl bei gleichzeitiger demografischer Alterung ringen, stehen andere Aufgaben im Vordergrund. Auch hier gilt das Postulat einer ökologische und soziale Kriterien berücksichtigenden Gestaltung bis hin zur Frage, wie der Wettbewerb mit anderen Regionen um Bevölkerung und Zukunftspotenziale angenommen werden kann.

Eine zunehmende Zahl ländlicher Regionen muss sich der Frage stellen, welche Lebens-, Arbeits- und Wohnqualitäten erhalten und gestärkt werden können, um an die Stelle der tradierten, im Verschwinden befindlichen Lebensentwürfe für ein attraktives Leben in einer modernen Gesellschaft zu treten. Die Wüstenrot Stiftung beschäftigt sich in ihren Projekten und Schwerpunkten mit verschiedenen Fragen, die sich aus den unterschiedlichen Perspektiven und Entwicklungschancen in Stadt und Land ergeben.