Wachstum – Garant oder Sackgasse für Wohlstand und Lebensqualität ?

Foto © Wüstenrot Stiftung

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Wie abhängig sind unsere Lebensqualität und unser Wohlstand von einem kontinuierlichen Wachstum? Können wir dieses Wachstum auch dann in Zukunft erhalten, wenn sich weltweit die Ressourcen verändern, politische und wirtschaftliche Verwerfungen auftreten oder Klima und Umwelt mit mehr Dynamik verändern als wir bisher erwarten?

Sind wir überhaupt noch in der Lage, darauf als Gesellschaft selbständig zu reagieren oder setzen die wirtschaftlichen und politischen Vernetzungen inzwischen ein so umfassendes Handeln voraus, dass wir nur in einem Bündnis vieler, auch unterschiedlicher Partner neue Optionen schaffen können?

Wie verlässlich sind dabei mögliche Partner? Erfolg und Zukunftsperspektiven unserer Wirtschaft sind eng mit globalen Rahmenbedingungen verbunden und wie schnell können die globalen wirtschaftlichen und politischen Verflechtungen aus der Balance geraten.

Fragen stellen sich aber nicht nur im globalen oder europäischen Kontext: Was bedeuten eventuelle Veränderungen im bisherigen Verhältnis von Wachstum und Wohlstand für die Lebensqualität und den sozialen Zusammenhalt in unserer eigenen Gesellschaft? Kann unsere Form der Demokratie – in Deutschland wie in Europa – die Herausforderungen und Zumutungen überstehen, die es vielleicht bereits in naher Zukunft zu bewältigen gilt?

Auf viele Fragen haben wir noch keine befriedigende Antwort, oft auch keine gemeinsame Haltung. Wir müssen diese Fragen aber dennoch stellen, wenn wir nicht zu viel an wertvoller Zeit verlieren wollen, die wir benötigen, um frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen.

Die Veranstaltung

Zur Diskussion dieser Fragen lud die Wüstenrot Stiftung am 24.03.2017 zu einem offenen Gesprächsabend im Fernsehturm in Stuttgart. Die zum Austausch eingeladenen Experten waren Prof. Dr. Michael Hüther (Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln) und Dr. Reiner Klingholz (Vorstand des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung). Die Moderation übernahm Markus Gürne (Leiter der ARD-Börse und Moderator „boerse vor acht“).

Zu den Gemeinsamkeiten im Diskurs dieser Veranstaltung gehörte die Einschätzung, dass sich drei immens wichtige Rahmenbedingungen grundlegend verändern.

  • Die demografische Entwicklung, auf die wir nur sehr begrenzt reagieren können
  • Der internationale Konsens über die wirtschaftlichen Beziehungen, begleitet von einem halbwegs verlässlichen Zusammenhalt
  • Die Begrenztheit der Ressourcen unserer Erde, im bisherigen Modell für immer mehr Menschen weltweit Wohlstand, Lebensqualität und Zukunftsperspektiven zur Verfügung stellen zu können.

Die Wüstenrot Stiftung wird die offene, über dogmatische, politische oder sektorale Grenzen hinausgehende Erörterung wichtiger Zukunftsfragen unserer Gesellschaft fortsetzen um damit Informationen zu geben, Impulse zu bewirken und einen Beitrag zur gemeinsamen Bewahrung von Lebensqualität, Wohlstand und Sicherheit in unserer Gesellschaft zu leisten.

Projektlaufzeit:Kooperationspartner:
seit 2016Referenten: Markus Gürne, Prof. Dr. Michael Hüther, Dr. Reiner Klingholz