Wohnungsmarktregionen in Deutschland

Die Wohnungsmarktregionen in Deutschland entwickeln sich vor dem Hintergrund der Auswirkungen des demografischen Wandels und der wirtschaftsstrukturellen Veränderungen unterschiedlich. Auf empirischen Erfahrungen basierende Abgrenzungen werden in Frage gestellt, die kleinteilige Differenzierung erschwert für alle Akteure eine zuverlässige Einschätzung der aktuellen und zukünftigen Entwicklung.

Die vor allem aus den realen Verhältnissen von Angebot und Nachfrage entstehenden Wohnungsmarktregionen stimmen in den wenigsten Fällen mit administrativen Grenzen – Verwaltungseinheiten wie Kreise oder kreisfreie Städte – überein. Außerdem gibt es neben der örtlichen Angebots- und Nachfragerelation noch weitere zu berücksichtigende Faktoren. Im Falle von Verflechtungen mit dem Umland üben beispielsweise auch die Verhältnisse und Optionen in den benachbarten Städten und Gemeinden einen Einfluss auf den lokalen Markt aus und das Gleiche gilt auch umgekehrt.

Die Wüstenrot Stiftung hat zu diesen Fragestellungen beim Institut für Wohnungs- und Siedlungswesen der Universität Münster eine Untersuchung mit dem Ziel in Auftrag gegeben, auf der Basis eines neuen Berechnungsverfahrens eine funktionale Abgrenzung von Wohnungsmarktregionen für ganz Deutschland vorzunehmen. Kernelement des Untersuchungsansatzes sind die Wohnstandortentscheidungen der Haushalte, die sehr vielschichtig sein können, denn diese werden nicht nur unter Kostengesichtspunkten (Miet- und Immobilienpreise) gefällt.

Projektlaufzeit:2009 – 2011
Projektbeteiligte:Institut für Siedlungs- und Wohnungswesen an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Auftragnehmer)