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Beschreibung

Herausgegeben von der Wüstenrot Stiftung und dem Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, Broschüre, 29 Seiten.
Eine gemeinsame Veröffentlichung der Wüstenrot Stiftung und dem Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, Ludwigsburg/Berlin, 2020
ISBN: 978-3-946332-57-2

Es ist ein erklärtes Ziel der Bundesregierung, für „gleichwertige Lebensverhältnisse“ in allen Teilen des Landes zu sorgen. Förderprogramme von Land, Bund oder Europäischer Union sollen die Kluft zwischen den prosperierenden und den weniger erfolgreichen Landesteilen verkleinern. Doch vor allem kleine und finanzschwächere Kommunen können sich die Fördermittel häufig nicht leisten. Sie scheitern an den zeit- und personalintensiven Antragsverfahren, hauptsächlich aber am finanziellen Eigenanteil, den sie aufbringen müssen. Obwohl klamme Kommunen die Förderung besonders bräuchten, haben sie häufig das Nachsehen gegenüber finanziell besser gestellten Gemeinden. Regionale Unterschiede lassen sich so nicht abbauen – eher im Gegenteil.

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und die Wüstenrot Stiftung diskutieren daher in dem vorliegenden Papier die gängige Förderpraxis. In zahlreichen Gesprächen mit Vertretern von Kommunen und Fördermittelgebern sowie weiteren Experten ging es dabei um die Fragen, welche Hürden im Fördersystem strukturschwache Kommunen behindern, wie sie trotzdem an Fördermittel gelangen können und welche alternativen Ansätze es zum „Eigenanteil“ gibt. Gerade jetzt in Zeiten der Corona-Pandemie ist eine solche Diskussion nötig. Denn alternative Vergabemodelle könnten bei den nun aufgesetzten Förderprogrammen verhindern, dass sich die bestehenden Unterschiede zwischen den Kommunen weiter verfestigen oder sogar verstärken.

Welche Hürden sich in der gängigen Förderpraxis zeigen, warum die Mittel häufig nicht jene Regionen erreichen, die sie am dringendsten benötigen und was Abhilfe leisten könnte, zeigt das neue Diskussionspapier.

 

Hier kostenfrei bestellen:

Kategorien: Download, Zukunftsfragen, Stadt & Land, Eigenverlag

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Zukunftsfragen der Gesellschaft: Woran glaubt die Demokratie? Religion, Freiheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt

Die modernen Demokratien entstanden mit dem Anspruch, Staat und Kirche zu trennen und Glaubensfreiheit als elementares Menschenrecht zu schützen. Zugleich sind sie in kulturellen Räumen gewachsen, die vom Christentum geprägt waren. Bis heute stellt sich die Frage, wovon eine freiheitliche Demokratie lebt: Genügt der säkulare Humanismus, um die Gleichheit aller Menschen, ihre Würde und ihre Rechte zu begründen? Oder brauchen demokratische Gesellschaften religiöse Quellen und Rituale, damit Solidarität, Nächstenliebe und Verantwortung im Alltag wirksam bleiben?

Was ist von Ernst-Wolfgang Böckenfördes Diktum von 1967 zu halten, der freiheitliche, säkularisierte Staat lebe von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann? Diese Frage stellt sich heute mit neuer Schärfe. Kirchen verlieren an Bindekraft, religiöse Motive werden politisch neu aufgeladen, Fragen nach Sinn und Zugehörigkeit kehren in veränderter Form zurück. Zugleich zeigt der Blick in die USA, wie umkämpft christliche Rückbesinnung geworden ist, wenn sie gerade von Akteuren gefordert wird, die den universal-egalitären Geist der Menschenrechte kaum teilen. Was also trägt demokratischen Zusammenhalt heute?

#wuestenrotstiftung #zukunftsfragen

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Zukunftsfragen der Gesellschaft: Woran glaubt die Demokratie? Religion, Freiheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt  Die modernen Demokratien entstanden mit dem Anspruch, Staat und Kirche zu trennen und Glaubensfreiheit als elementares Menschenrecht zu schützen. Zugleich sind sie in kulturellen Räumen gewachsen, die vom Christentum geprägt waren. Bis heute stellt sich die Frage, wovon eine freiheitliche Demokratie lebt: Genügt der säkulare Humanismus, um die Gleichheit aller Menschen, ihre Würde und ihre Rechte zu begründen? Oder brauchen demokratische Gesellschaften religiöse Quellen und Rituale, damit Solidarität, Nächstenliebe und Verantwortung im Alltag wirksam bleiben?  Was ist von Ernst-Wolfgang Böckenfördes Diktum von 1967 zu halten, der freiheitliche, säkularisierte Staat lebe von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann? Diese Frage stellt sich heute mit neuer Schärfe. Kirchen verlieren an Bindekraft, religiöse Motive werden politisch neu aufgeladen, Fragen nach Sinn und Zugehörigkeit kehren in veränderter Form zurück. Zugleich zeigt der Blick in die USA, wie umkämpft christliche Rückbesinnung geworden ist, wenn sie gerade von Akteuren gefordert wird, die den universal-egalitären Geist der Menschenrechte kaum teilen. Was also trägt demokratischen Zusammenhalt heute?  #wuestenrotstiftung #zukunftsfragen

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Bei der Veranstaltung stellen wir nicht nur die Publikation zum Projekt vor. Wir laden auch zum kritischen Austausch über seine Inhalte ein, greifen Leitthemen daraus auf und stellen Beispiele vor. Danach werden auf dem Podium gemeinsam die drei Querschnittsthemen Bezahlbarkeit, Grünqualität und Prozesse diskutiert.⁠
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