Deutscher Städtebaupreis

Foto © Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung

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Der Deutsche Städtebaupreis gehört zu den wichtigsten bundesweiten Wettbewerben. Alle zwei Jahre wird er unter der Schirmherrschaft des Deutschen Städtetages von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) ausgelobt und seit 2006 von der Wüstenrot Stiftung gefördert. Prämiert werden in diesem Wettbewerb realisierte städtebauliche Projekte, die innovative und nachhaltige Impulse zu aktuellen Aufgaben in der Stadtentwicklung geben, und zwar sowohl im ländlichen wie im städtischen Kontext. Ein Sonderpreis greift ergänzend dazu ein eigenständiges, wechselndes Handlungsfeld auf.

Preisträger 2018

Der mit insgesamt 25.000 € dotierte Preis ging im Jahr 2018 an das Projekt PHOENIX – Eine neue Stadtlandschaft in Dortmund. Dieser „Dreiklang der Stadtentwicklung PHOENIX West – Hörde Zentrum – PHOENIX See“ repräsentiert die Entwicklungsstrategien der Stadt Dortmund in Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungs- und Bauordnungsamt, dem Amt für Wohnen und Stadterneuerung, der Wirtschaftsförderung Dortmund, der Emschergenossenschaft – Projekt Emscherraum, dem NRW.URBAN – Projekt PHOENIX West, dem DSW21 – Projekt PHOENIX See und verschiedenen öffentlichen und privaten Investoren in Dortmund. Die interdisziplinär zusammengesetzte Jury würdigte die hohe stadträumliche Qualität, die durch die selbstverständliche Verzahnung und neue Nutzungscodierung der beiden ehemaligen Industrieareale Phönix West und Ost mit dem Stadtteil Hörde und darüber hinaus mit der Gesamtstadt geschaffen wurde.

Der Sonderpreis stand diesmal unter dem Motto „Orte der Bildung und Kultur im städtebaulichen Kontext“. Er wurde dem Projekt „Technische Universität Darmstadt – Campus Stadtmitte“ von der Technischen Universität Darmstadt – Dezernat Baumanagement und Technischer Betrieb – Dipl. Ing. Architekt E. Dingeldein mit dem Land Hessen zuerkannt. Die Jury sah in der Entwicklungskonzeption der Universität Darmstadt einen besonders wegweisenden Beitrag. „Die Universität Darmstadt hat ihren Campus als zentralen Bestandteil der Innenstadt in bemerkenswert anspruchsvoller Weise aufgewertet und als Ort der Bildung im innerstädtischen Kontext gestärkt: Zahlreiche Bestandsgebäude der vier Jahrzehnte nach 1949 wurden mit hoher Sensibilität eingebunden, die Qualitäten und Potenziale des Bestandes genutzt, um weitere Stadtbausteine ergänzt und als urbanes Ensemble neu gefasst.“ Bemerkenswert ist der ganzheitliche Ansatz der stadträumlichen Transformation des Campus nach dem Leitbild der Reurbanisierung und was er bewirkt: Auf Basis eines Gesamtkonzeptes wurden Freiräume qualifiziert, Bauten modernisiert, an neue Bildungsanforderungen angepasst und durch Neubauten ergänzt. Innerhalb nur einer Dekade gelang es, den Universitätscampus zu einem wegweisenden offenen Bildungsort und integrierten Bestandteil der Innenstadtentwicklung werden zu lassen.

Die Preisverleihung fand im Kleinen Haus des Staatstheaters in Mainz statt. Eingereicht wurden insgesamt 103 Projekte, davon 29 für den Sonderpreis. Aus einer “engeren Wahl“ sprach die Jury für sechs Projekten (zwei im Sonderpreis) eine Belobigung aus. Sechs Projekte, davon eins im Sonderpreis, erhielten eine Auszeichnung.

Eine Liste aller ausgezeichneten und belobigten Projekte finden Sie unter: www.staedtebaupreis.de

Auslober/Kooperationspartner:Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung