Kreativ am Nachmittag

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Bildung befähigt jeden Einzelnen, sein Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten zu können. Sie erhöht die Chance auf einen spannenden und erfüllenden Job. Mit der Bildung steigt die Bereitschaft und vor allem die Fähigkeit, das eigene Lebensumfeld mitzugestalten und sich für eigene Interessen und Belange einsetzen. Sie ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe als mündige Bürgerinnen und Bürger.

Bildung wird dabei nicht nur in Klassenräumen, Hörsälen oder Berufsschulen vermittelt. Eigene Interessen zu entdecken, sie auszubilden und sich neue Fähigkeiten anzueignen – all dies geschieht häufig in der Freizeit in Kursen, bei Vereinen in selbstorganisierten Orten und Initiativen. Obwohl diese Angebote keinem Lehrplan folgen und häufig Spaß oder Neugier und nicht die Wissensvermittlung im Vordergrund stehen, leisten sie einen wichtigen Beitrag für die persönliche Entfaltung junger Menschen.

Allerdings sind außerschulische Bildungschancen ungleich verteilt. Während in großen Städten junge Menschen meist aus einer Angebotsflut auswählen können, hängt es in kleinen, ländlichen Kommunen häufig vom ehrenamtlichen Engagement und der Unterstützung vor Ort ab, wie abwechslungs- und lehrreich der Nachwuchs seine Nachmittage gestalten kann. Bürgerinnen und Bürger schaffen hier zusammen mit Kindern und Jugendlichen Hip-Hop-Tanzkurse, Workshops zu politischer Bildung, Werkstätten mit digitalen Technologien, Skateparks, Kurse für Popkultur und darstellendem Spiel und Bandproberäume. Das Diskussionspapier stellt selbst-initiierte Projekte aus verschiedenen Regionen Deutschlands vor, beschreibt die Gelingensfaktoren dahinter und zeigt auf, warum die Politik gefordert ist, diese Initiativen tatkräftig zu unterstützen.

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