Auf der Hochfläche inmitten der Schwäbischen Alb befindet sich mit dem Truppenübungsplatz Münsingen ein ausgesprochen großflächiges und komplexes Kulturdenkmal. Es zählte ab etwa 1890 zu den ersten modernen militärischen Übungsplätzen und entwickelte sich zu einem der am besten ausgestatteten seiner Art. Während des Nationalsozialismus wurde die Anlage auf ihre heutige Fläche von ca. 65 km² ausgebaut. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs übernahmen die französischen Streitkräfte das Gelände, teilten die Nutzung ab 1957 jedoch mit der Bundeswehr. 1992 zogen die französischen Soldaten ab und überließen den Platz der Bundeswehr, die ihn 2005 außer Dienst stellte.

Heute ist das Areal das Herzstück des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Seit 2006 ist es auf ausgewiesenen Wegen öffentlich zugänglich und seit 2007 ist es als Kulturdenkmal ausgewiesen. Mittlerweile wurden vom Landesamt für Denkmalpflege 1.276 Einzeldenkmale auf dem Platz festgestellt, die in ihrer zeitlichen Verteilung und Dichte bundesweit eine einmalige und besonders anschauliche militärhistorische Überlieferung darstellen.