Landlust neu vermessen. Wie sich das Wanderungsgeschehen in Deutschland gewandelt hat (Broschüre)
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Herausgegeben von der Wüstenrot Stiftung und dem Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, Broschüre, 27 Seiten, Ludwigsburg/Berlin, 2022.
ISBN: 978-3-946332-66-4
Beschreibung
Lange schien die demografische Entwicklung ländlicher Regionen vorgezeichnet. Viele junge Menschen ziehen für ein Studium in die Großstädte und kehrten nur selten in ihre dörfliche Heimat zurück. Doch nun zeichnet sich eine neue „Landlust“ ab. Die aktuelle Pandemie hat den Wandel der Arbeitswelt beschleunigt und die Digitalisierung wirkt dabei als Umzugshelfer in entlegenere Regionen. Eine wachsende Zahl von Beschäftigten pendelt nicht mehr täglich ins Büro, sondern arbeitet digital und ortsunabhängig.
Doch ein Blick in die Wanderungsstatistiken zeigt: Schon vor dem ersten Lockdown konnten ländliche Regionen an Attraktivität gewinnen, während die Großstädte in der Gunst der Wanderungswilligen zurückfielen. Neben jungen Familien auf der Suche nach einem Haus im Grünen gehören auch sogenannte Digital-Nomaden zu den neuen Landlustigen. Sie alle bringen eigene Vorstellungen und Ideen mit und verändern damit die Lebenswirklichkeit in ihrer neuen dörflichen Heimat.
Die Studie geht zunächst der Frage nach, wie groß die neue Landlust ist, welche Gemeinden von ihr profitieren können und inwieweit sie die demografische Landkarte in Deutschland neu zeichnet. Ausgehend von dieser quantitativen Analyse werden verschiedene Regionen für Forschungsreisen ausgewählt, um vor Ort zu erforschen, wie neue Landbewohner:innen und Alteingesessenen zu einer lebendigen Dorfgemeinschaft zusammenwachsen können. Zusätzlich zu einer Studie wird ein anwendungs- und praxisorientierter Leitfaden mit guten Beispielen sowie Handlungsempfehlungen für Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteure erstellt.
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Foto © Wüstenrot Stiftung
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