Von Schnürsenkeln und Pudelponies im Plattenbau
Vor knapp 50 Jahren wurde in Leipzig-Grünau der Grundstein für die größte Plattenbausiedlung Sachsens gelegt. Anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Grünau“ starten die Stadt Leipzig und die Wüstenrot Stiftung ein gemeinsames Projekt, um baubezogene Kunst der DDR in Grünau systematisch zu erfassen, zu erforschen und neu zu vermitteln.
Skulpturen, Wandbilder, Leuchtschriften und weitere künstlerische Arbeiten trugen von Anfang an entscheidend zur Identität des Stadtteils bei – und tun es bis heute. Nach 1990 kam es jedoch auch zu Verlusten: Werke wurden durch Vandalismus zerstört, entfernt oder durch Sanierungsmaßnahmen verdeckt. Dieses vielfach bedrohte Kulturerbe soll nun gesichert, sichtbar gemacht und gemeinsam mit der Bevölkerung neu entdeckt werden.
Dazu sollen in einem Erfassungsprojekt Unterlagen, Fotos und Archivalien systematisch zusammengetragen, ausgewertet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Im Zentrum stehen dabei die Fragen, wie baubezogene Kunst in Grünau entstanden ist, wer sie beauftragt hat und auf welche Weise Künstler*innen Plastiken schufen. Schließlich interessiert ihr heutiger Zustand.
Die Ergebnisse der Untersuchung werden öffentlich zugänglich und langfristig nutzbar sein. Das Pilotprojekt soll damit eine Grundlage für die kultur- und erinnerungsgeschichtliche Beschäftigung mit Leipzigs baulichem und künstlerischen Erbe schaffen und zugleich als Vorbild für weitere Stadtteile dienen.









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in Kooperation mit 
Wandbild „Freizeitgestaltung“ von Gottfried Schüler, Nordhausen | Foto: Suzy Hesse © Wüstenrot Stiftung
Foto: Reiner Pfisterer © Wüstenrot Stiftung