In Deutschland gibt es eine intensiver werdende Diskussion über regional unterschiedliche Zukunftsperspektiven. Im Fokus steht dabei ein Auseinanderdriften der Lebensbedingungen und Teilhabechancen zwischen prosperierenden urbanen Zentren und Metropolregionen einerseits, denen die Zukunft zu gehören scheint, sowie altindustriell geprägten Räumen und strukturschwachen ländlichen Regionen andererseits, die nicht zum Einzugsbereich einer Metropole gehören und denen deshalb ein umfassender Verlust wirtschaftlicher und demographischer Bedeutung droht.
Erfolgreiche metropolenferne Räume
Typ
Themengebiet
Projektlaufzeit
Projektbeteiligte
Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer, Prof. Dr. Rainer Danielzyk, Martin Stöber, Dr. Nadja Wischmeyer, Philipp Friedsmann, Niedersächsisches Institut für Historische Regionalforschung e. V., Hannover

Blickt man genauer hin, so gibt es auch ländlich-kleinstädtisch geprägte Regionen und suburbane Räume, die eine eigenständige, prosperierende Entwicklung aufweisen. Es gibt auch metropolenferne Regionen, deren demographische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung so positiv verläuft, dass sie den Vergleich und den Wettbewerb mit erfolgreichen Metropolen nicht zu scheuen brauchen. Systematische Erkenntnisse über die Entstehung und die Gestaltbarkeit der unterschiedlichen Zukunftsperspektiven dieser Regionen liegen jedoch nur in geringem Maße vor.
Angesichts der Allgegenwärtigkeit und Durchschlagskraft der kulturellen, technischen und wirtschaftlichen Globalisierung sowie der Dynamik der gesellschaftlichen und politischen Veränderungen stellt sich auch die Frage, welchen Einfluss regionale Akteure überhaupt noch auf die eigene Entwicklung ausüben können. Die begrenzte Reichweite staatlicher Eingriffs- und Steuerungsmöglichkeiten eröffnet neue Handlungsräume für Eigeninitiative und bürgerschaftliches Engagement; es entstehen neue Chancen und Risiken, wenn die Perspektiven der einzelnen Regionen vom Handeln der lokalen und regionalen Akteure bestimmt werden.
Das Niedersächsische Institut für historische Regionalforschung e. V. hat im Auftrag der Wüstenrot Stiftung eine exemplarische Untersuchung zu den Ursachen für die Bandbreite und die Heterogenität regional unterschiedlicher Entwicklungen durchgeführt. Dazu gehören historische Entwicklungen, politische Entscheidungen, gesellschaftliche, wirtschaftliche und nachbarschaftliche Netzwerke, regionale Kulturen, signifikante Ereignisse und der Einfluss besonderer Persönlichkeiten.
Publikation
Erfolgreiche Metropolenferne Regionen. Das Emsland und der Raum Bodensee-Oberschwaben (Buch)
Publikation
Erfolgreiche Metropolenferne Regionen. Das Emsland und der Raum Bodensee-Oberschwaben (Buch)
Herausgegeben von der Wüstenrot Stiftung, 339 Seiten, Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg, 2019. ISBN 978-3-96075-000-0
ZUM BUCHHerausgegeben von der Wüstenrot Stiftung, 339 Seiten, Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg, 2019. ISBN 978-3-96075-000-0
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Unser mehrjähriges Forschungsprojekt zeigt anhand von zehn Fallstudien in unterschiedlichen städtebaulichen Kontexten, wie das gelingen kann. Die untersuchten Good-Practice-Beispiele liefern Konzepte – als Einladung an die Planungspraxis, bezahlbare und grüne Wohnquartiere zu gestalten.
Bei der Veranstaltung stellen wir nicht nur die Publikation zum Projekt vor. Wir laden auch zum kritischen Austausch über seine Inhalte ein, greifen Leitthemen daraus auf und stellen Beispiele vor. Danach werden auf dem Podium gemeinsam die drei Querschnittsthemen Bezahlbarkeit, Grünqualität und Prozesse diskutiert.
📍 FORUM Haus der Architektinnen und Architekten (HdA) Stuttgart, BW
🗓️ Mittwoch, 7. Oktober
🕔️ 17:00 - 20:00 Uhr
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❓ Zählt meine Stimme noch?
❓ Oder wird Politik über die Köpfe der Menschen hinweg gemacht?
Demokratie lebt davon, dass die Stimme der Menschen zählt und staatliche Institutionen ihr Handeln nachvollziehbar begründen. Doch genau dieses Vertrauen scheint zu schwinden. Viele Bürger:innen haben den Eindruck, dass politische Entscheidungen parteistrategisch getroffen oder durch Gerichte korrigiert und begrenzt werden, während sich ihr eigener Wählerwille darin immer weniger widerspiegelt.
Gleichzeitig wächst die Sorge um den Zustand der demokratischen Ordnung: Populistische Parteien gewinnen an Einfluss, gesellschaftliche Debatten werden schärfer und politische Konflikte verlagern sich zunehmend in juristische Auseinandersetzungen. In Deutschland wie international zeigt sich: Demokratie ist kein ruhiger Konsensraum, sondern ein Ort wachsender Spannungen.
🔮 Zukunftsfragen der Gesellschaft:
Demokratie unter Spannung: Wählerwille, Rechtsstaat und Politik
mit Prof. Dr. Elisa Marie Hoven
Professorin für Strafrecht an der Universität Leipzig / Richterin am Sächsischen Verfassungsgerichtshof
und Prof. Dr. Philip Manow
Professor für Internationale Politische Ökonomie an der Universität Siegen
📎 Mehr unter:
wuestenrot-stiftung.de/zukunftsfragen-unserer-gesellschaft
#WüstenrotStiftung #wuestenrotstiftung
Gemeinschaft der Freunde
Deutscher Eigenheimverein e.V.
Hohenzollernstraße 45
D-71638 Ludwigsburg

Foto: Roman Weis © soan architekten boländer hülsmann gbr
Foto: Stefan Krämer © Wüstenrot Stiftung