Frauen | Lyrik

Über die fehlende Sichtbarkeit von Autorinnen in Verlagsprogrammen und Medien wird immer wieder diskutiert. Dass Frauen im Lyrik-Kanon zu Unrecht unterrepräsentiert sind, beweist diese Sammlung deutschsprachiger Gedichte. In Auswahl und Aufbau ist sie einzigartig, denn sie stellt über 500 Gedichte von Autor*innen unter vier verschiedenen Perspektiven vor:
Die erste Perspektive bietet Gedichte, die bereits Teil der unterschiedlichsten Kanonbildungen in der Vergangenheit sind; die zweite nimmt literaturgeschichtlich beispielhafte Gedichte in den Blick. Eine dritte Gruppe versammelt Gedichte mit besonderer emanzipatorischer Stärke; eine vierte widmet sich Gedichten von Autor*innen aller Geschlechter, die textuell die Sicht einer Frau einnehmen (z. B. Rollenlyrik).
In dieser multiperspektivischen Betrachtung ergeben sich Überschneidungen, aber auch spannende Widersprüche. Eine Anthologie, die einen völlig neuen Blick auf Frauen und Lyrik vom Mittelalter bis heute eröffnet.

Im Auftrag der Wüstenrot Stiftung herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Anna Bers. Erschienen 2020 im Reclam Verlag
ISBN: 978-3-15-011305-9

Im Deutschlandfunk Büchermarkt sprachen Insa Wilke, Jan Wilm und Michael Braun über Frauen I Lyrik

eine wegweisende Anthologie … glücklich machend!“ (Insa Wilke)
Diese Anthologie ist nicht nur eine performative, sondern auch eine provokative Anthologie, indem sie, im Sinne der Gendertheorie, die Frage nach der geschlechtlichen Identität in den Mittelpunkt des Nachdenkens über Poesie stellt. Es ist eine Anthologie, von der man viel lernen kann, in der man Vieles entdecken kann, und die großartige Kontraste setzt“. (Michael Braun)
Inspirierend, spielerisch und provokativ: Diese Anthologie trägt dazu bei, dass sich die Welt und unser Blick auf verschiedene Rollenkonstrukte, wie Geschlechter und Frauen, verändern.“ (Jan Wilm)

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SWR 2 Forum „Weder Nische noch Kanon – Neue Perspektiven für Lyrik von Frauen“

Wie hat sich der Blick auf Lyrik von Frauen geändert und was erzählt der Erfolg der Dichterinnen über gegenwärtige Geschlechterverhältnisse?Carsten Otte diskutiert mit: Prof. Dr. Ulrike Draesner – Schriftstellerin und Leiterin des Leipziger Literaturinstituts, Dr. Anna Bers – Herausgeberin der Gedichtanthologie „Frauen | Lyrik“, Michael Braun – Literaturkritiker

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Berliner Zeitung „Der weibliche Blick: „Oft habe ich verwünscht mein Geschlecht“

Versammelt sind in Anna Bers’ Anthologie „Frauen | Lyrik“ allerdings nicht nur all die Stimmen bekannter und unbekannter Dichterinnen mit kämpferischem Anspruch gegen patriarchale Übermacht. Ebenso komplettieren die Ausgabe Texte von Autorinnen mit eigener ästhetischer Berechtigung, jenseits aller kritischen Ausrichtung, sowie Miniaturen ihrer männlichen Kollegen, die anschaulich die epocheübergreifende Zementierung der „weiblichen Natur“ belegen. Sie gehört in jeden Deutschunterricht, mehr noch: in jeden Haushalt und in unser aller Bewusstsein!

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Literaturhaus Halle – Literarisches Roulette mit Katrin Schumacher (28.12.2020)

„Ich hab es jetzt schon oft empfohlen, als mein Buch des Jahres, aber eigentlich ist es so ein Buch, das weit über dieses Jahr hinausgehen wird. Das ist einfach ein Standard jetzt!“

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