Flussregion werden! Wettbewerb für Nachwuchs-planer:innen
Reclaim the River 2026: Junge Ideen für die produktive Flusslandschaft
Mit dem Wettbewerb „Reclaim the River 2026“ haben der Verband Region Stuttgart und die IBA’27 Friends gemeinsam mit der Wüstenrot Stiftung und der Josef Wund Stiftung junge Planer:innen und Kreative eingeladen, neue Perspektiven auf die Gewässerlandschaften der Region Stuttgart zu entwickeln.
Gesucht wurden innovative Konzepte und Entwürfe für den Neckar und andere Gewässerräume der Region – von städtebaulichen Strategien über landschaftsplanerische Interventionen bis hin zu architektonischen und freiräumlichen Ideen. Im Mittelpunkt standen Projekte, die zeigen, wie Flüsse und Uferzonen künftig stärker als öffentliche Räume, Klimaressourcen und produktive Landschaften gedacht werden können.
Der Wettbewerb richtete sich insbesondere an Studierende und Absolvent:innen aus den Bereichen Stadtplanung, Landschaftsarchitektur, Architektur und Innenarchitektur. Eingereicht werden konnten sowohl bereits entwickelte Arbeiten – etwa Studien- oder Wettbewerbsprojekte – als auch eigens für das Verfahren erarbeitete Konzepte.
Fokus 2026: Die produktive Flusslandschaft
Inhaltlicher Schwerpunkt des Wettbewerbs war das Thema „Die produktive Flusslandschaft“, das zugleich Leitmotiv der Neckartagung 2026 des Verbands Region Stuttgart ist. Gesucht wurden Beiträge, die sich mit Produktion, Gewerbe und Transformation an Gewässern auseinandersetzen und neue Verbindungen zwischen Arbeiten, Wohnen, Klimaresilienz und öffentlichem Raum aufzeigen.
Die eingereichten Arbeiten beschäftigten sich unter anderem mit:
- der Umnutzung und Transformation von Gewerbestandorten,
- klimaangepassten Quartiersentwicklungen am Wasser,
- der Öffnung von Betriebsstandorten zu Flussufern,
- dem Erhalt und der Weiterentwicklung bestehender Strukturen,
- der Integration von Gewässern in Energie- und Klimakonzepte,
- sowie mit Biodiversität, Aufenthaltsqualität und Zugänglichkeit.
Ziel des Wettbewerbs war es nicht nur, visionäre Entwürfe sichtbar zu machen, sondern auch Verwaltungen, Unternehmen und weitere Akteur:innen für das Potenzial regionaler Gewässerräume zu sensibilisieren. Gerade der Neckar wird vielerorts noch immer primär als Infrastruktur- und Wirtschaftsraum wahrgenommen. Der Wettbewerb zeigte dagegen, welche räumlichen, sozialen und ökologischen Qualitäten in diesen Landschaften liegen.
Interdisziplinäre Jury
Die eingereichten Arbeiten wurden von einer interdisziplinär besetzten Jury beurteilt. Bewertet wurden insbesondere Innovationskraft, gestalterische und baukulturelle Qualität, Übertragbarkeit der Ideen sowie der Umgang mit Klima-, Ressourcen- und Freiraumfragen.
Prof. Gunther Laux (Hochschule für Technik Stuttgart)
Prof. Marlène Witry (Vorjahresgewinnerin)
Floris Duquesnoy oder Simeon von Russow (Vorjahresgewinner)
PD Dr. Anja Reichert Schick (Wüstenrotstiftung)
Dr. Christine Baumgärtner (Verband Region Stuttgart)
Grazyna Adamczyk-Arns (IBA’27 GmbH)
Robin Renner (Stadtplanungsamt LHS, Großprojekte)
Vertreter des Jugendgemeinderats der LHS
Preisverleihung
Die prämierten Arbeiten werden am 21. Mai 2026 im Rahmen der Neckartagung öffentlich vorgestellt und diskutiert.

Moritz Bernoully
© Ariel Huber, Lausanne