
Copyright: Landesmuseum Württemberg
Männer haben sich schon immer geschmückt – mit Zähnen und Perlen, Gold und Edelsteinen, mit Ringen, Uhr oder Tattoos. Schmuck zeigt, wer man ist. Oder wer man sein will. Er erzählt Geschichten von Identität, signalisiert Macht oder Protest, Zugehörigkeit oder Abgrenzung, Tradition oder Rebellion. Dennoch ist das Phänomen des Männerschmucks bisher kaum kulturhistorisch gewürdigt worden.
Das Landesmuseum Württemberg widmet diesem faszinierenden Thema ab 17. Oktober 2026 erstmals eine große Sonderausstellung, die zeitlich von der Steinzeit bis in die Gegenwart reicht. Gezeigt wird die Vielfalt von Männerschmuck – vom historischen Artefakt über kunsthandwerkliche Objekte bis hin zu Alltagsgegenständen – bereichert durch vermittelnde und interaktive Elemente. Dabei geht es nicht nur um die reine Zier: Welche Botschaften vermittelt Schmuck? Welche Bedeutungen wurden Schmuckelementen zugeschrieben? Und wie hängt Männerschmuck mit dem Wandel von Geschlechterrollen und Männlichkeit zusammen?
Zehn thematische Kapitel eröffnen einen spannenden Blick auf Geschichte und verbinden historische Exponate mit zeitgenössischen Perspektiven: von Körperschmuck und Machtinsignien über funktionsorientierten Schmuck und Glaubensbekenntnisse bis hin zu gesellschaftlichen Konventionen und deren Überschreitung.
Die Ausstellung zeigt: Schmuck ist weit mehr als reine Zier – er ist ein Zeichen, das Männerbilder seit Jahrtausenden prägt.
Mehr Informationen zur Ausstellung hier
Details
- Beginn:
- 17.10.2026
- Ende:
- 25.04.2027
VERANSTALTUNGSORT
Landesmuseum Württemberg
Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

