Wohnen jenseits des Standards

Foto © STUDIO STADT REGION Räumliche Prozesse gestalten

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Die Wohnungsfrage ist als Herausforderung zurück. Bund, Länder und Kommunen können auf schnell wachsende Engpässe in der Wohnungsversorgung nur begrenzt reagieren. Sie suchen dafür nach Strategien und Handlungsoptionen, deren Umsetzung und Wirksamkeit jedoch oft sukzessive erfolgen.

Das ist problematisch, wenn die gestiegene Nachfrage in besonders beliebten Stadtteilen zu ökonomischen und kulturellen Verdrängungsprozessen führt, die sich auf die Perspektiven dieser Quartiere und den sozialen Frieden in einer Stadt auswirken. Oder wenn der Mangel an kostengünstigem Wohnraum ein erhöhtes Armutsrisiko erzeugt, das inzwischen nicht mehr nur für Familien mit Kindern und Alleinerziehende gilt, sondern auch für Ältere und für Menschen mit fragmentierten Erwerbsbiographien.

Klar ist, dass Lösungen weder ausschließlich über den Neubau von Wohnungen gefunden werden können noch durch die öffentliche Hand alleine. Erforderlich ist sowohl eine Einbeziehung des Wohnungsbestandes, vor allem für eine Versorgung mit kostengünstigem Wohnraum, als auch eine Ausweitung der beteiligten Akteure.

Anregungen und Konzepte, die in diese Richtung weisen können, sind in den letzten Jahren in gemeinschaftlich konzipierten und realisierten Wohnprojekten entstanden. Hier wurden grundsätzliche Fragen zum Wohnen und zur Lebensqualität aufgegriffen: Das Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit, die Balance zwischen individuellem Lebensentwurf und kollektiver Verantwortung oder der Ausgleich von persönlichen Interessen und gelebter, aktiver Nachbarschaft.

Das Projekt

Die Wüstenrot Stiftung hat ein Forschungsprojekt in Auftrag gegeben, das Impulse aus diesen Projekten als Möglichkeiten für eine verbesserte Wohnungsversorgung untersucht. Welche Erkenntnisse sich aus den oft von neu gegründeten Genossenschaften mit ihren Mitgliedern ausgehandelten, quantitativen und qualitativen Standards für den allgemeinen Wohnungsbau gewinnen lassen, wird in einer Publikation zusammengefasst.

Die Publikation

Die vorliegende Publikation „Wohnen jenseits des Standards. Auf den Spuren neuer Wohnlösungen für ein differenziertes und bedürfnisgerechtes Wohnungsangebot“ fasst die Ergebnisse des Forschungsprojekts zusammen.

Projektlaufzeit:Kooperationspartner:
seit 2017Auftragnehmer: Dr. Agnes Förster, Andreas Bernögger, Leila
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gestalten, 4architekten GbR, München