Preisträger*innen
Dokumentarfotografie Förderpreise 11 (2015)
Die Preisträger/innen des elften Jahrgangs, Alina Schmuch, Susanne Hefti, Malte Wandel und Andrzej Steinbach, hatten 2017 ihre Projektarbeiten beendet.Typ

In ihrer Multimedia-Installation „Kosovo – A Truly Non-Affirmative Research“ beschäftigt sich Susanne Hefti (*1984, lebt in Zürich) mit den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen des Kosovo-Konflikts. In ihrer Arbeit widmet sie sich den Konsequenzen, die die überstürzte Einführung des Kapitalismus und die Liberalisierung der Märkte nach dem Zerfall Jugoslawiens für die Gesellschaft des Kosovo bedeuten. Ihre Aufnahmen von nur scheinbar gewöhnlichen Tankstellen am Straßenrand sind Symptom und Schauplatz dieser Verwerfungen.


Für ihr Filmprojekt „We can“ besuchten Alina Schmuch (*1987, lebt in Berlin) und ihre Projektpartnerin Franca Scholz mehrere Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Deutschland. Der Dokumentarfilm zeigt die Leere vor der Ankunft von Geflüchteten, temporäre Unterkünfte, Umnutzungen von historischen Gebäuden, aber auch die Gespräche unterschiedlicher Gruppen, die sich zu dem Thema positionieren. So liefert die Arbeit ein nüchternes und schlichtes Zeitdokument zu einer der größten Herausforderungen für die Bundesrepublik in der jüngsten Zeit.

Den Titel „Gesellschaft beginnt mit drei“ entlieh Andrzej Steinbach (*1983, lebt in Berlin und Leipzig) einem gleichnamigen Essay Ulrich Bröcklings. Darin plädiert der Soziologe dafür, Gesellschaft als Triade, also Beziehung von mindestens drei Beteiligten, zu verstehen. In seinen 35 Porträts abstrahiert Steinbach Posen, Kleider, Gestik und Mimik von drei Personen und setzt sie immer wieder neu zusammen. Die Arbeit hinterfragt so Repräsentationsformen, Identitätskonstruktionen, Beziehungen, Hierarchien und Prinzipien sozialer Kodizes.

Mit der Geschichte afrikanischer DDR-Vertragsarbeiter und deren Schicksal nach der Wende 1989 beschäftigt sich Malte Wandel (*1982, lebt in München) seit über zehn Jahren. Mit Sarah, Miguel und Jamal begleitete er in den vergangenen zwei Jahren drei Nachkommen mosambikanischer Vertragsarbeiter. Auf eine sehr persönliche Art dokumentiert die Arbeit Spuren ihrer Existenz. Sie gewährt einen Blick auf ein unerschöpfliches und sich ständig erweiterndes Konvolut an Porträts, Familienbildern, Briefen, Dokumenten und diversen Objekten.


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Wettbewerb "Mehr Orte für Viele" 🏆
Gesucht waren Ideen, die leerstehende Orte mit neuem Leben füllen, neue Treffpunkte schaffen und so den sozialen Zusammenhalt stärken 🙌
Engere Wahl:
🏅Das Haus des Wandels in Heinersdorf🏅
"Mit dem Haus des Wandels ist in Heinersdorf ein besonderer Ort gewachsen, der Leben, Arbeiten und Kunst verbindet. Als queerfeministisches Projekt schafft er einen Raum, den es in der ländlichen Region so kaum gibt. Gleichzeitig öffnet sich das Haus bei Festen, Ausstellungen und Veranstaltungen gezielt nach außen und wird zum Treffpunkt für Menschen aus dem Dorf. So entsteht ein eigener Kosmos, der sich immer wieder mit seiner Umgebung verbindet."
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Über❗️800❗️ Bewerbungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen die Vielfalt eurer Ideen.
❤️ 21 ausgezeichnete Projekte und die Menschen dahinter möchten wir euch näher vorstellen. Sie sollen inspirieren und Mut machen, selbst neue Orte für Gemeinschaft zu schaffen:
1. auf einer interaktiven Website
👉 projekte.land-und-leute.org
2. in einer kostenfrei erhältlichen Publikation
📖 wuestenrot-stiftung.de/publikationen
3. auf einer Wanderausstellung zum Wettbewerb
#landundleute #mehrortefueviele #wuestenrotstiftung
Bilder ©DoK15518
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🏅Altes Rathaus Schöckingen🏅
"Mit dem Alten Rathaus haben die Engagierten in Schöckingen seit fast 25 Jahren durch kontinuierliches ehrenamtliches Engagement einen besonderen Ort erhalten und weiterentwickelt. In dem historischen Fachwerkhaus ist so ein Wohnzimmer fürs Dorf entstanden, in dem Menschen zu Kaffee und Kuchen, bei Veranstaltungen und Ausstellungen zusammenkommen. Dabei treten überregional bekannte Künstler:innen ebenso auf wie Akteur:innen aus der Region."
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1. auf einer interaktiven Website
👉 projekte.land-und-leute.org
2. in einer kostenfrei erhältlichen Publikation
📖 wuestenrot-stiftung.de/publikationen
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Bilder © Arbeitskreis Altes Rathaus Schöckingen
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🏅FestSpielHaus – Wo Oper im Schweinestall entsteht🏅
"Mit dem FestSpielHaus haben die Initiatorinnen und Initiatoren in Klein Leppin einen ehemaligen Schweinestall in einen außergewöhnlichen Kultur- und Begegnungsort verwandelt. Bei „Dorf macht Oper“ stehen Profis und Menschen aus der Region gemeinsam auf der Bühne, nähen Kostüme, bauen Kulissen und wachsen oft weit über sich hinaus. Mit Opernprojekten, Feriencamps und gemeinsamen Festen schafft das FestSpielHaus besondere Momente von Resonanz und Gemeinschaft – weit über die Aufführungen hinaus."
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Bild 1 © AfA
Bild 2 © FestLand e.V.
Bild 3 © FestLand e.V.
Gemeinschaft der Freunde
Deutscher Eigenheimverein e.V.
Hohenzollernstraße 45
D-71638 Ludwigsburg
Foto © we architekten
Foto: Florian Nessler © Wüstenrot Stiftung