Wie können Kultureinrichtungen ein diverses Publikum erreichen und zeitgemäß mit ihm interagieren? Im Projekt „Erbe braucht Zukunft“ entwickeln und erforschen wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern zukunftsweisende Vermittlungskonzepte. Erfolgreiche Vermittlung gelingt dann, wenn sich kulturelles Erbe mit den Lebenswelten der Menschen verbindet. Eine kreative und kritische Auseinandersetzung mit kulturellem Erbe kann dazu beitragen. Ebenso spielen neue digitale Möglichkeiten eine wichtige Rolle.
Erbe braucht Zukunft – Neue Wege der Kulturvermittlung
Typ
Themengebiet
Projektlaufzeit:
Kooperationspartner
Hamburger Kunsthalle
Kunstmuseum Stuttgart
Stiftung Haus Schminke
Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP)
„kunst kontrovers“
Kooperationspartner: Kunstmuseum Stuttgart, Universität Stuttgart und ABK Stuttgart
„Cancel Culture“- und Identitätsdebatte, Migration und Globalisierung, künstliche Intelligenz und Digitalisierung, Ökologie und Nachhaltigkeit – auch Kultureinrichtungen und Museen beziehen heute zu aktuellen gesellschaftlichen oder politischen Themen Stellung. Dreimal im Jahr werden in der Diskursreihe „kunst kontrovers – aktuelle gesellschaftliche und politische Themen im Diskurs“ Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen eingeladen, Themen zu diskutieren, die noch nicht zu Ende gedacht sind, eine dringliche Relevanz besitzen oder eine Herausforderung darstellen.
Einsteinturm revisited
Die Wiedereröffnung des Einsteinturms am 26. September 2023 war der Startschuss für die digitale Ausstellung „Einsteinturm revisited“ (deutsch/englisch), die im Auftrag der Wüstenrot Stiftung erstellt wurde. Eine Informationsstele vor Ort bietet den Besucher*innen über einen QR-Code Einlass in virtuelle Räume, die anhand von Texten und Abbildungsmaterial über die wissenschaftlichen Grundlagen, die Vorgeschichte, Planung, Entstehung und Rezeption des bedeutenden Bauwerks Auskunft geben, aber auch die verschiedenen Reparaturen und Instandsetzungsphasen darstellen. Die Kapitel sind chronologisch nach Jahreszahlen gegliedert. Zum Einstieg bietet ein 3-D-Modell des Einsteinturms die Möglichkeit, das Gebäude von allen Seiten zu betrachten und über ausgewählte Punkte Einzelansichten anzusteuern, die den Aufbau und die Funktionsweise des Turmteleskops, aber auch das Schadensbild und die Instandsetzungsmaßnahmen visualisieren und erklären.
Goethe im 21. Jahrhundert
Kooperationspartner: Klassik Stiftung Weimar
2026 beginnt die Sanierung des Goethe-Wohnhaus-Ensembles in Weimar. Es gibt wenige Orte, an denen sich materielles und immaterielles Kulturerbe, die Geschichte der Literatur, der Kunst, der Wissenschaften und der Politik im 19. und 20. Jahrhundert in einer mit dem Goethe-Nationalmuseum vergleichbaren Weise verbinden. Die Sanierung ist Anlass einer grundsätzlichen konzeptionellen Auseinandersetzung mit diesem Ort, seiner Deutung und seiner (künftigen) Vermittlung. Welche Bedeutung hat das Goethe-Nationalmuseum als Erinnerungsort in einer sich verändernden Gesellschaft? Welche Zeitschichten sind bei der denkmalgerechten Sanierung des Ensembles zu beachten? Wie lässt sich Goethes Leben und Werk zukünftig zeitgemäß und lebendig vermitteln?
Bei der zweiteiligen Tagung „Dichterhaus, Denkmal, Vermittlungsort – Das Goethe-Nationalmuseum im 21. Jahrhundert“ im September 2022 (Tagungsprogramm PDF) und November 2023 (Tagungsprogramm PDF) wurden diese Fragen aus interdisziplinärer Perspektive diskutiert. Die gesamte Tagung wurde aufgezeichnet und ist über den Youtube-Kanal der Klassik Stiftung Weimar abrufbar.