Zum kulturellen Erbe in Deutschland zählt auch das kulturelle Erbe der DDR mit einer großen Anzahl an Kunstwerken im öffentlichen Raum. In den vergangenen 30 Jahren wurden etliche dieser Arbeiten zerstört bzw. überformt, und auch heute noch leiden viele Werke unter Verfall, Abriss und oftmals auch noch unter fehlender Wertschätzung – obwohl ihre künstlerische, historische und auch soziologische Bedeutung nur noch selten in Frage steht. Dazu kommt der Wunsch vieler Menschen, „ihre“ Kunst im öffentlichen Raum als identitätsstiftendes Element zu behalten und zu erhalten bzw.  zurückzubekommen. Die Wüstenrot Stiftung hat deshalb das Programm Baubezogene Kunst in der DDR ins Leben gerufen.

Das Wandbild „Wendepunkt“ von Arno Mohr (Berlin) und das Mosaik Die Beziehung des Menschen zu Natur und Technik“ von Josep Renau (Erfurt) wurden bereits durch die Wüstenrot Stiftung erforscht und erhalten. 2019 hat die Stiftung ein Flächenkunstwerk von Karl-Heinz Adler und Friedrich Kracht am Rathaus in Plauen und 2021 das Mosaik Einheit der Arbeiterklasse und Gründung der DDR “ von Josep Renau (Halle, Saale) in ihr Programm aufgenommen.