Zum kulturellen Erbe in Deutschland zählt auch das kulturelle Erbe der DDR mit einer großen Anzahl an Kunstwerken im öffentlichen Raum. In den vergangenen Jahren wurden etliche dieser Arbeiten zerstört bzw. überformt und auch heute noch leiden viele Werke unter Verfall, Abriss und oftmals auch noch unter fehlender Wertschätzung – obwohl ihre künstlerische, historische und auch soziologische Bedeutung nur noch selten in Frage steht. Dazu kommt der Wunsch vieler Menschen, „ihre“ Kunst im öffentlichen Raum als identitätsstiftendes Element zu behalten und zu erhalten bzw. zurückzubekommen.

2019 startete deshalb das Projekt „Baubezogene Kunst in der DDR“ der Wüstenrot Stiftung zur Sicherung, Erhaltung, Erforschung und Restaurierung baubezogener Kunst.

Bereits restauriert wurden: das Wandbild „Wendepunkt“ von Arno Mohr  in Berlin , das Mosaik Die Beziehung des Menschen zu Natur und Technik“ von Josep Renau in Erfurt, ein Flächenkunstwerk von Karl-Heinz Adler und Friedrich Kracht in Plauen , das Mosaik Einheit der Arbeiterklasse und Gründung der DDR “ von Josep Renau  in Halle (Saale), das Wandbild „Freizeitgestaltung“ von Gottfried Schüler in Nordhausen und die historische Leuchtreklame „Plauener Spitze – bekannt auf dem Weltmarkt“ . Ebenfalls bereits abgeschlossen wurde die Teilfreilegung des Wandbilds „Lebensfreude“ von Gerhard Richter in Dresden sowie die Inventarisierung des Betonformsteinsystems von Karl-Heinz Adler und Friedrich Kracht . 

2026 erfolgt die Erfassung und Vermittlung baubezogener Kunst in Leipzig-Grünau.