Konversion militärischer Flächen. Handlungsempfehlungen für die Kommunen (Buch)
Vergriffen
Beschreibung
92 Seiten mit zahlreichen Abbildungen
Wüstenrot Stiftung [Hg.], Hartmut Dieterich, Beate Dieterich-Buchwald, Franz-Josef Lemmen und Winrich Voß (Autoren), IRB Verlag, Stuttgart 1994, ISBN: 3-8167-4094-4, vergriffen
Durch den Abzug ausländischer Truppen und durch die Verringerung der Truppenstärke bei der Bundeswehr wurden in den letzten Jahren umfangreiche Flächen frei, die vorher militärisch genutzt wurden. Aufgrund der vorhandenen Infrastruktur bieten sie sich häufig für eine neue Nutzung durch die Kommunen an. Zu klären sind hierbei jedoch neben baurechtlichen Fragen auch die Probleme hinsichtlich Altlastenverdacht und Eigentumssituation.
In den neuen Ländern stellt sich die Lage dabei weitaus schwieriger dar als im Westen, da die Verwaltungen noch im Aufbau begriffen sind und vielerorts Flächennutzungspläne völlig fehlen.
Handlungsempfehlungen für die Kommunen insbesondere in den neuen Ländern auszusprechen, war deshalb die Intention der Wüstenrot Stiftung Deutscher Eigenheimverein e.V., als sie eine interdisziplinär besetzte Expertengruppe beauftragte, diese Arbeitshilfe zu entwickeln. Die grundlegende Frage sollte dabei sein: Können die Wohn- und Arbeitsbedingungen in der Stadt durch die Konversion freigegebener Militärflächen verbessert werden? Im Rahmen des Forschungsprojekts wurden diese Handlungsempfehlungen beispielhaft auf die Konversionsflächen in und um Weimar angewandt.
Grundlage für die Empfehlungen ist eine neu entwickelte Typisierung der Konversionsflächen, die sich an dem jeweiligen Handlungsbedarf ausrichtet. Hier gilt es die Kriterien Verfügbarkeit, Baurecht und Altlastenverdacht zu berücksichtigen. Die Autoren geben Hinweise, was in welcher Form in der Bestandsaufnahme berücksichtigt werden muss. Außerdem schildern sie die eigentumsrechtliche Situation und erläutern, wann es sinnvoll ist, Flächen beispielsweise vom Land zu erwerben. Auch die Analyse der Bedarfssituation, die Einbindung in Stadtentwicklungskonzepte und die Finanzplanung werden erläutert.
Das Handlungskonzept enthält die einzelnen Schritte zur Wiedernutzbarmachung der Flächen vom Erwerb über die Wertermittlung und die Lösung der Altlastenproblematik bis hin zur Schaffung von Baurecht. Hier werden die relevanten Paragraphen des Bau-GB erläutert und städtebauliche Erschließungs- und Entwicklungsmaßnahmen aufgezeigt. Besonders hilfreich ist die umfassende Übersicht über Förderprogramme, mit deren Hilfe die Konversion militärischer Flächen realisiert werden kann. In der Arbeit sind die Programme in Thüringen zusammengestellt und aufgeführt, in welcher Phase des Konversionsprozesses auf welches Programm zurückgegriffen werden kann. Im Anhang wird die Übersicht auch für die anderen neuen Bundesländer geliefert. Nichts desto trotz bleibt den Gemeinden meist ein erheblicher Eigenanteil, der finanziert werden muss. Auch hierzu spricht das Handbuch Empfehlungen aus.
Für die noch jungen Kommunalverwaltungen in den neuen Bundesländern sind außerdem die Managementanleitungen sehr nützlich, die Hinweise geben zum Aufbau von Ämtern und Stabsstellen, um so eine möglichst rasche Umnutzung zu ermöglichen. Darüber hinaus werden verschiedene Kooperationsmodelle vorgestellt, die von der Zusammenarbeit der Kommunen mit privaten Partnern bis hin zu Trägerschaftsmodellen reichen.
Das vorliegende Buch ist eine wertvolle Arbeitshilfe für alle Kommunalverwaltungen, insbesondere in den neuen Bundesländern. Durch die Anwendung der Untersuchung auf das Weimarer Beispiel werden die Empfehlungen verdeutlicht.
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🎓️ Katja Schubel
📋 Thema:
„Die Commons-Public-Partnership: Ein Rechtsinstrument für die sozialökologische Transformation der Stadt“
Das Promotionsprojekt hat Commons-Public-Partnerships (CPP) als Rechtsinstrument und kommunale Handlungsform de lege ferenda zum Gegenstand. Commons sind soziale Systeme der Selbstverwaltung von Ressourcen in Peer Governance seitens einer Gemeinschaft von Nutzer*innen. In koproduktiven CPP würde der Staat solche Commons als demokratische Institutionen für das urbane Gemeinwohl unterstützen – im Sinne gesellschaftlicher Forderungen nach einem Recht auf Stadt und munizipalistischer Bewegungen als auch den Prinzipien der Neuen Leipzig Charta für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung in Europa.
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🎓️ Lea Kopner
📋 Thema:
„Bestattungspraktiken der spätneolithischen Trichterbecherkultur im westlichen Münsterland“
Die ältesten Bauwerke Nordeuropas sind die gut 5000 Jahre alten Megalithgräber der Trichterbecherkultur, in denen man Tote direkt nebeneinander bestattete. Zeitgleich setzte man Verstorbene jedoch auch einzeln in einfachen Flachgräbern bei. Ziel des Vorhabens ist erstmalig ein Vergleich beider Bestattungsweisen im Münsterland. Anhand der Beigaben beider Bestattungsformen sowie landschaftsarchäologischer Untersuchungen wird entschlüsselt, wie eng die Kontakte zwischen Megalith- und Flachgräbergemeinschaften waren und ob dahinter womöglich verschiedene Bevölkerungsgruppen standen.
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Foto © Lea Kopner
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64 Wo.
Es gibt wenige Orte, an denen (im)materielles Kulturerbe, die Geschichte der Literatur, der Kunst, der Wissenschaften und der Politik im 19. und 20. Jahrhundert so eng zusammenkommen wie im Ensemble Goethe-Wohnhaus.
🪶Goethes ehemaliges Wohnhaus in Weimar ist seit zwei Jahrhunderten ein nationaler Erinnerungsort. In dieser Zeit wurde es erweitert, im Krieg zerstört, wiederaufgebaut, für politische Zwecke eingesetzt und immer wieder neu interpretiert.
🛠️ Ab 2026 wird das Ensemble umfassend saniert. Das ist Anlass, neu über diesen Ort nachzudenken: Was bedeutet er heute? Wie soll Goethes Leben und Werk künftig vermittelt werden?
📖 Gemeinsam haben die Wüstenrot Stiftung und die Klassik Stiftung Weimar 2022 und 2023 die Doppeltagung „Denkmal, Dichterhaus, Vermittlungsort“ veranstaltet. Eine Publikation fasst nun die spannenden Diskussionen aus Literaturwissenschaft, Denkmalpflege und Museumspraxis zusammen. Zwei große Bildstrecken zeigen Goethes Wohn- und Arbeitsräume, aber auch seine außergewöhnlichen Sammlungen zur Kunst und Natur.
👉 Die Publikation gibt es kostenlos als Print und Download
wuestenrot-stiftung.de/publikationen | 🔗 in der Story
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Gemeinschaft der Freunde
Deutscher Eigenheimverein e.V.
Hohenzollernstraße 45
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