Kulturgüter in Archiven und Museen
Erschließung, Sicherung, Erforschung, Sichtbarmachung und Vermittlung

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Die Wüstenrot Stiftung engagiert sich seit vielen Jahren für die Erhaltung und Pflege von materiellen und immateriellen Kulturgütern und der Sicherung und Verankerung kultureller Leistungen im Gedächtnis der Gesellschaft.

Ein neues Programm lenkt seit 2018 den Fokus verstärkt auf das Feld der Kulturgüter, die sich in Archiven und Museen befinden. Denn dort schlummern wertvolle Einzelwerke, Werkgruppen und ganze Nachlässe von Künstlern und Architekten. Nicht ausreichend erschlossen, gesichert oder erforscht stehen diese weder der Wissenschaft noch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Viele Bestände können nur in Bruchteilen gezeigt und vermittelt werden oder sind aufgrund von Restaurierungsbedarf gar nicht ausstellungsfähig.

Das Projekt

Besonderes Augenmerk wurde bei der Programmkonzeption auf einen ganzheitlichen Ansatz gelegt: Dieser reicht von der Auswahl der Kulturgüter über ihre Erschließung, Sicherung, Erforschung, Sichtbarmachung bis hin zu ihrer Vermittlung.

Die individuell für jedes Bestandskonglomerat zu bestimmenden Maßnahmen umfassen dementsprechend: die Inventarisierung, wissenschaftliche Bearbeitung und Dokumentation, die Digitalisierung und Online-Präsentation sowie die präventive Konservierung und restauratorische Sicherung, wozu z.B. die Optimierung von Lagerbedingungen zählt.

Die bei diesen Prozessen gewonnenen Erkenntnisse können – publiziert oder durch Ausstellungen – sowohl für den Forschungsaustausch als auch die Vermittlungsarbeit genutzt werden, um schlussendlich Wertschätzung und öffentliche Aufmerksamkeit für diese versteckten Schätze zu schaffen.

Jürgen Joedicke war ab den 1960er Jahren bis zu seinem Tod weltweit einer der renommiertesten Spezialisten und Meinungsbildner in Bezug auf moderne Architektur. Seine Schriften sind auch heute noch Standardwerke der Architekturtheorie und -geschichte. Joedicke leitete u.a. von 1967 bis 1993 das von ihm gegründete Institut für Grundlagen der modernen Architektur in Stuttgart. Sein Nachlass wurde im Sommer 2017 von seinen Erben der Universität Stuttgart übergeben. Er enthält Manuskripte (Reden, Aufsätze, das unvollendete Buchmanuskript „Drei Bücher über Architektur“), ein Bildarchiv, insbesondere aber die Korrespondenz mit den weltweiten Hauptakteuren der Architektur seiner Zeit.

Projektlaufzeit:Kooperationspartner:
seit 2018